Ein bisschen von 1989

In meiner Jugend gab es zwei sehr unangenehme Tatsachen in Deutschland, deren Änderung in weiter Ferne, wenn nicht gar unerreichbar schienen: das eine war die Teilung Deutschlands in zwei Staaten mit der Mauer durch Berlin, das andere war die Alleinherrschaft der schwarz-braunen CSU in Bayern, die fast wie in die Zugspitze gemeißelt schien.

Nun, wie wir alle wissen fiel die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland ja bereits vor bald 20 Jahren, und gestern fiel auch endlich die bayrische CSU von ihrem hohen Ross – ich bin begeistert! Die Worte „dass ich das noch erleben durfte!“ drängen sich geradezu auf. (Die Scorpions mit ihrem „Wind of Change“ bleiben allerdings im Giftschrank…)

Dieser „Epic Fail“ der CSU relativiert auch das in absoluten Zahlen recht schlechte Wahlergebnis für Franz Maget und die bayrische SPD, welches wohl vor allem den Veränderungen in der Parteienlandschaft geschuldet ist. Maget hat immerhin sein Direktmandat gewonnen. Und im Vergleich zu den Gewinnen und Verlusten der anderen Parteien bleibt die SPD in diesem „Erdbeben-Gebiet“ Bayern doch eigentlich recht stabil.

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