Wo möchte ich leben?

»Glaubst du im Ernst, man muss das Wasser lieben, bloß weil man davon umgeben ist? Du kommst aus der Stadt. Fändest Du es lustig, von morgens bis abends über die Hauptstraße zu laufen? Es ist verdammt nochmal gefährlich!«

Der maledivische Langustenfischer Musthag – aus: Frank Schätzing, „Nachrichten aus einem unbekannten Universum“

Wenn man zu Fuß (oder auch per Rad) in der Stadt unterwegs ist, kann man sich manchmal in der Tat vorkommen wie ein Schwimmer im Haifischbecken. Doch während „das Meer“ nu mal seine natürliche Berechtigung hat, haben „wir“ uns das Problem mit der stark befahrenen Hauptstraße ja selbst zuzuschreiben. Doch gegen den Virus Auto kann etwas unternommen werden.

SPON stellt in der Reise-Rubrik das italienische Städtchen Orvieto vor, welches Teil der „Slow City“-Bewegung (Charta) ist. Doch was für SPON-Redakteure wohl nur als Reiseziel taugt, hat in meinen Augen weit mehr Potential. Denn wieso sollen wir nur im Urlaub umwelt- und menschenfreundlichere Städte geniessen, anstatt dieses Konzept auch auf unseren Alltag zu übertragen? Es darf doch nicht nur für landliche Gemeinden die Möglichkeit geben, ein lebenswertes Umfeld für die Bewohner zu gestalten. Ich jedenfalls bin den Lärm und Dreck unserer autoverseuchten Städte ziemlich leid.

Stadtverkehr

(Bildquelle: l–o-o–kin thru)

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