Nen?

In letzter Zeit kommt mit immer öfter das gesprochene „nen“ unter. Statt langer Erklärungen ein kleines Beispiel (frei nach B. Sick): „Muss zur Post, ’nen Paket holen“. Einen Paket?!

Während dieses Phänomen seinen Ursprung wohl in der Schriftsprache von SMS und Chats zu haben scheint, taucht es auch in Alltagsgesprächen immer öfter auf. Ich dachte ja zuerst, es handele sich um Dialekt, denn schließlich ist es ja zum Beispiel auch im Schwäbischen üblich, bestimmten Dingen ein anderes Geschlecht als im Duden vorgesehen zuzuweisen („der Schogglad“, „der Budder“).

Jedenfalls läuft mir jedes Mal ein Schauer über den Rücken, wenn ich „einen“ („nen) statt „ein“ („n“) oder „eine“ („ne“) höre und ich finde, das hat ähnliche Qualitäten wie der mittlerweile omnipräsente Deppenapostroph. Aber ich hege ja die Hoffnung, dass uns das „nen“ nicht so lange erhalten bleibt wie letzterer, sondern als ’nen 😉 Modeerscheinung wieder in der Versenkung verschwindet…

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