Aufgeschnappt – weltweit

Vor einiger Zeit haben ich hier ja schon zu monochroms datenbank des vorüberschreitens verlinkt. Über einen SPON-Beitrag bin ich nun auf eine weitere Fundgrube von aufgeschnappten Gesprächsfetzen gestoßen: Overheard in New York – oder auch Overheard in London. Im SPON-Artikel sind noch weitere „Overheard“-Links (Bukarest, Dublin, Singapur,…)

Ein persönliches „Overheard in Schwäbisch-Hall“-Highlight vom letzten Wochenende: Junger Mann, Typ „feiner Intellektueller“, zu seiner weiblichen Begleitung: „Das ist dann der »Big Fish in a little pond-Effekt«“. Ah ja.

Von Briefkastenfirmen, schlechtem Kaffee und Atomkraftwerken (updated)

Die kleine Mediendesign-Agentur in der ich arbeite, teilt sich neuerdings die Kaffeküche mit einer weiteren kleinen Firma (laut Briefkasten sind es sogar drei). Seither steht in der Küche öfter mal eine Bionade, eine dampfende Kanne Kräutertee auf chinesisch anmutendem Stövchen oder anderes „Öko-Zeug“ rum. Kein Problem, hab ich nix dagegen, trinke selbst auch gerne mal Tee oder ne Bionade. Die Küche wurde ausserdem mit tollen Zetteln dekoriert, die einem anonym vermittlen möchten, wie man die Küche zu benutzen habe. Die Küchenbenutzung hat vorher fünf Jahre lang auch ohne Zettel ganz gut funktioniert. (Dies wiederum liegt aber vor allem an der netten portugiesischen Putzfamilie, die zwei- bis dreimal in der Woche vorbeischaut.) Weiterlesen? Weiterlesen

Deutschland verbieten!

Die mutmaßlichen Kofferbomber Youssef Mohamad E. H. und Jihad H. haben sich nicht im Internet kennengelernt, sondern in Deutschland. Nach Ansicht von Terrorismusexperten muss Deutschland in Zukunft schärfer kontrolliert werden, eine absolute Sicherheit vor Terroranschlägen werden wir wohl nur erreichen, wenn die Bundesregierung Deutschland verbietet.

Mein Vater Erklärte Mir Jeden Sonntag Unsere Neun Planeten

Obige Eselsbrücke zum Merken der Namen und Reihenfolge der Planeten in unserem Sonnensystem (Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto) ist neuerdings obsolet: Pluto ist kein Planet mehr, er wurde auf einer Versammlung der International Astronomical Union (IAU) in Prag zum Zwerg erklärt. Die Definition von „Planet“ wurde nun enger gefasst. Zuvor wurde hingegen diskutiert, sie weiter zu fassen, wodurch wir drei Planeten mehr erhalten hätten. So oder so, meine geliebte Eselsbrücke ist nun dahin. Nun ja.

Videoüberwachung hier, Videoüberwachung dort…

Geht es eigentlich nur mir so, oder hat für Euch der schnelle Ermittlungserfolg nach den plumpen, missglückten Attentatsversuchen auf Deutsche Regionalzüge auch ein „G’schmäckle“? Vor allem, weil nun so lautstark die Ausweitung der Videoüberwachung gefordert wird. Ein allzu leicht gefundenes Fressen, wie ich finde. Wo doch die Attentate im gut überwachten London bewiesen haben, dass so etwas durch Videoüberwachung nicht verhindert werden kann. Noch dazu entbehrt die Forderung nach mehr Videoüberwachung doch jeglicher Verhältnismässigkeit. Wieviele Menschen sterben in Deutschland durch Autobahnraser, Feinstaub oder Tabakrauch in der Öffentlichkeit und wieviele durch Terrorismus? Was unternimmt die Bundesregierung gegen diese realen(!) Bedrohungen im Vergleich zum Aktionismus gegen die diffuse Terrorbedrohung? Auch vor diesem Hintergrund scheint der internationale Terrorismus nur ein vorgeschobenes Argument für eine totale Videoüberwachung zu sein.

Geradezu hirnrissig finde ich den Vorschlag, „DieBahn“-Züge mit bewaffneten Rail-Marshalls zu bemannen – von einer Zugentführung mit dem Ziel, den Zug in ein Hochhaus oder ähnliches zu steuern habe ich zumindest noch nichts gehört. Bei den meisten Zügen wäre es potentiellen Terroristen vermutlich noch nicht einmal möglich, während der Fahrt den Führerstand zu erreichen…

Und danke für den Fisch!

OK, passt nicht ganz die Headline, aber immerhin wird Johnny Haeusler, den ich zumindest vor allem in der Anfangszeit meiner Bloggerlaufbahn als großes Vorbild betrachtet habe, heute, am 21.08.2006 42 Jahre alt! Herzlichen Glückwunsch! (Nennt mich einen Schleimer!)

Und um noch ein Lieblingsalbum zu nennen: „Le Frisur“ von Die Ärzte. Sonst stehe ich eher auf bestimmte Songs als auf ein ganzes Album.

Content, aber anders

Heute gibt es mal wieder eine neue Optik hier hinten beim Bier. Auch ein neues Design (ich nenne es „Urbaner Verfall“) ist meiner Meinung nach eine Form von Content. Und das heute durchgeführte WordPress-Update bot sich hierfür ja auch an. Falls Euch nix auffällt, liegt das wohl an Eurem Browser-Cache…

Auf Riffelblech steh ich ja mindestens seit ich das erste mal mit Photoshop zu tun hatte, 1991 oder 1992 muss das gewesen sein. Nun kommt Riffelblech auch mal hier im Blog zum Einsatz. Riffelblech ist übrigens total OSTKREUTZ! Die verwendeten Bilder stammen sogar aus Russland… purer Zufall!

Der im Header-Bild verwendete Font ist Wunderbach Paint von Chank! Thanks!

Höllisch aufpassen!

Seit etwa eineinhalb Monaten verzichte ich ja auf Cola light und generell auf Produkte, die mit Aspartam gesüsst sind – doch heute hab ich doch tatsächlich einen von Kollege M. angebotenen Kaugummi nicht abgelehnt… dieser war (natürlich) mit Aspartam gesüsst. Mist! Man muss bei so einer „Aktion“ wirklich höllisch aufpassen.

Ob Aspartam wirklich gesundheitsschädlich ist, lässt sich meiner Meinung nach für den medizinischen Laien derzeit nicht objektiv feststellen. Im Netz wimmelt es jedoch nur so von den schrecklichsten Berichten über „Aspartame Poisoning“ bis hin zur „Aspartame Disease„. E-Mails und Newsgroup-Beiträge, die Aspartame unterstellen, krebserregend zu sein, haben sich teilweise als Hoax erwiesen, auch wenn neuere Studien mittlerweile ähnliche Schlüsse zulassen. Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) stuft Aspartame nicht generell als gefählich ein, doch diese Quelle ist für mich nicht glaubwürdig, ist sie doch auch ein Teil der Regierung, die uns erfundene Massenvernichtungswaffen im Irak als Kriegsgrund verkaufen wollte. Auch kann ich Quellen wie Aspartame.org nicht trauen, wird diese doch z.B. von einer Lobbygruppe betrieben, welche die „low-calorie and diet food and beverage industry“ vertritt. Ich frage mich nun, wessen Interessen größer sind: die der Industrie, ihr Produkt zu verkaufen oder die der Aspartame-Gegner, vor möglichen Gefahren zu warnen?

Meine persönlichen Fakten sind: ich habe jahrzehntelang Cola light (oft mehr als 1.5 Liter am Tag) und andere Nutrasweet-Produkte zu mir genommen. Ich merke, dass mein Langzeitgedächtnis oft schlecht ist. Auch habe ich oft Kopfschmerzen. Leiden, die verschiedene Quellen mit Aspartam in Verbindung bringen. Für mich Grund genug, es zu probieren: auf einen kleinen Genuss (die Cola light) zu verzichten mag ein gewisses Opfer sein, doch in Anbetracht der Kontroversen um Aspartam ist es mir dieses Opfer mittlerweile durchaus wert. Nur ist es wie gesagt, höllisch schwierig, dies auch konsequent umzusetzen, finden sich doch Nutrasweet und andere Zuckerersatzstoffe mittlerweile in sehr vielen Produkten wieder.