Suisse

So, morgen geht es los, 10 Tage Schweiz – Urlaub! Erholung! Deshalb habe ich beschlossen, die Comments hier so lange dicht zu machen.

Liebe Einbrecher: ich zitiere nun nicht William Gibson („…and the pitbull’s tested positive. Twice.“), denn die Wohnung wird gehütet.

Deal!

Köhler hat gesprochen. Und alle haben berichtet, dachte ich zumindest bis eben… die Prognose von Steffen Nork über „Ppolitische Berichterstattung im Privatfernsehen“ wurde für mich nämlich gestern abend schon ein bisschen Wirklichkeit:

Gegen 20:00 Uhr schaute ich mal in den Videotext einiger Sender, um zu gucken, wo denn die Ansprache des Bundespräsidenten so übertragen wird. Rein interessehalber. In der ARD, klar, ZDF auch, RTL, soso, und sogar SAT1:

DEAL OR NO DEAL - DIE

stand da im Videotext zu lesen, und ich ging wie selbstverständlich davon aus, dass die „kreativen“ Leute des Berliner Privatsenders eben eine solche Sendung, wie sie Steffen beschreibt, um die Ansprache Köhlers gebastelt hatten. Den verkürzten Titel aus dem Videotext hatte ich gedanklich in etwa so komplettiert: „Deal or no deal – die Entscheidung des Bundespräsidenten“.

Bei uns lief ab 20:15 Uhr natürlich nicht SAT1 sondern brav die ARD und so habe ich erst heute gemerkt, daß auf dem anderen Sender „Deal or no Deal – Die Show der Glücksspirale“ lief und keine Sondersendung zur Entscheidung des Bundespräsidenten. Aber überrascht wäre ich trotzdem nicht gewesen.

President Charles Köhler

Heute (und vermutlich auch noch morgen) schaut alles nach Berlin: stimmt Bundespräsident Horst Köhler der Auflösung des Bundestages zu oder nicht. Die Spannung st so groß, dass von Bundeskanzler Gerhard Schröder behauptet wird, er trage in diesen Tagen sein Mobiltelefon ständig bei sich! Das muss man sich mal vorstellen! Sein Mobiltelefon! Unfassbar, diese Spannung!

Das lange Zögern Köhlers – bald bis zur letzten Minute – und sein regelrechtes Untertauchen in den letzten Tagen erinnern mich hingegen irgendwie an den zögerlichen, geradezu feigen (fiktionalen) Vice-President-cum-President Charles Logan aus der vierten Staffel der US-Serie „24“…

zum Mitnehmen

Inspiriert durch einen Artikel bei Spreeblick und weil Andreas Schätzings Wälzer einfach ein bisschen zu sperrig für die S-Bahn ist, habe ich gestern im Buchhandel William Gibsons Roman „Pattern Recognition“ in der handlichen Taschenbuch-Version erstanden. Zugegebenermaßen hatte ich bei Gibson immer ein paar Startschwierigkeiten, Bruce Sterling oder John Shirley lasen sich für mich irgendwie leichter. Aber dieser neue „Gegenwartsroman“ startet schon vielversprechend.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Buchhändlerin: „Soll ich Ihnen das Buch ein bisschen einpacken?“
Ich: „Nein danke, ich lese es gleich…“

Ich krieg n Föhn…

Dass man ein „totes“ Siemens DSL-Modem (das von den Telekomikern) ganz leicht mit ein bisschen heisser Luft reparieren kann, hätte ich mir vor nem Jahr echt nicht träumen lassen. Dann hätte ich jetzt aber auch keine „schicke“ Fritz!-Card DSL und immer noch ein Kabel mehr rumliegen. Das grenzt ja wirklich an Zauberei

Das „Abenteuer T-DSL“ hat mich mittlerweile wirklich einiges Geld gekostet… Nach einem Gespräch am Samstag bereue ich den Wechsel zu 1&1 bisher noch nicht, auch wenn die so langsam mal in die Gänge kommen könnten.

Von den nie zurück erhaltenenen, monatelang durch die Telekom doppelt abgebuchten DSL-Gebühren erzähle ich vielleicht ein anderes Mal…

Dauerunmutthema Telemarketing

Ruft mich doch eben ein (angeblicher, doch dazu später mehr) Vodafone-Mitarbeiter an, erzählt mir was vom Pferd, ich würde eine Grundgebühr bezahlen, was eigentlich gar nicht stimmt, und will mir einen Minutentarif mit SMS-Paket andrehen. Ich habe aber schon einen Minutentarif mit SMS-Paket. Als er mich dann nach meinem Service-Passwort fragen möchte (ich bin eigentlich konditioniert, niemandem irgendwelche Passwörter zu geben, aber bei Vodafone war das durchaus schon mehrmals nötig…) und ich es ihm verweigere, weil mir es in diesem Moment nicht einfallen wollte, fängt er doch tatsächlich an:

„Ne bessere Ausrede ist Ihnen nicht eingefallen, wie?“

Das war für mich das Zeichen, dieses Telefonat per Tastendruck zu beenden. Denn wenn dieser Herr Schnellsprecher meint, ich soll auch noch Gespür für seine feine Ironie aufbringen, während ich mir tatsächlich überlege, ob sich sein Angebot lohnen könnte, hat er sich geschnitten. Für mich lohnen, wohlgemerkt, denn für ihn und seinen Auftraggeber scheint es sich so sehr zu lohnen, daß er nach meinem Auflegen sogar nochmal anruft, um zu fragen, warum ich denn aufgelegt hätte. Ich bin mir an dieser Stelle leider nicht mehr sicher, ob ich aus Versehen gleich wieder die Beenden-Taste gedrückt habe, oder ob die erneute Beendigung des Gesprächs auf einer Unzulänglichkeit meines etwas betagten Mobiltelefons beruhte.

Ein wenig lässt mich allerdings der Verdacht nicht los, daß ich eben einen Phishing-Versuch miterlebt habe. Unterdrückte Rufnummern ist man von Telemarketern ja gewohnt, obwohl sich sowas für ein Telekommunikationsunternehmen nicht ziemt, aber die Frage nach dem Service-Passwort sowie die fehlende Kenntnis über meinen tatsächlichen Tarif haben mich dann doch sehr abgeschreckt.

Phishing oder nicht: ich kann ja die Firma Vodafone schon mal auf diesem Wege („vorab per Blog“ ;)) wissen lassen, daß ich von einer weiteren Verlängerung absehen werde und meinen Vertrag zum nächstmöglichen Termin kündigen werde. Das war sowieso geplant. Man sollte, wenn das Fass schon zum Überlaufen voll ist, nicht noch mit dem Eimer kommen… Für mich Superwenigtelefonierabervielekurznachrichtenschreiber gibt es sowieso bestimmt bessere Anbieter.

Liebes Tagebuch…

…Hochzeitsvorbereitungen und Arbeit liessen mich in den letzten Tagen nicht zum Bloggen kommen. Ausser Dir wird das vermutlich kaum jemand mitbekommen, ich wollte es Dir trotzdem anvertrauen. Vielleicht eine gute Nachricht am Rande: Jetzt, wo ich mich von dem schweren Polterabendkater erholt habe, kann auch der Jungesellenabend am Donnerstag kommen! Doch ich denke, Ludwigsburgs Kneipen haben nichts schlimmeres zu befürchten.

Aber halt, da fällt mir doch noch etwas ein, was mich gestern und heute beschäftigt hat: Podcasting! Das Buzzword of the month (oder besser last month) ist nun auch in unseren Büroräumen angekommen – und dann auch noch in Verbindung mit einem anderen Buzzword: „Viral Marketing“. Nur scheint es, als habe ich bis jetzt immer noch nicht ganz durchschaut, was an Podcasting so revolutionär sein soll. OK, ich habe keinen iPod, vielleicht kann ich es gar nicht verstehen. Die Unzulänglichkeiten meines Medion-PocketPCs bezüglich seiner Tauglichkeit als MP3-Player habe ich ja an dieser Stelle bereits dargelegt. Aber bereits vor mehr als 7 Jahren gab es doch schon downloadbare „Radiosendungen“ im Web. Auch solche, die speziell für diesen Zweck aufgenommen wurden. Die hautpsächliche Neuerung scheint die Verknüpfung mit RSS-Feeds zu sein – und der plötzliche „Hype“ beruht wohl neben der einfacheren Möglichkeit der Verbreitung dank günstigem Webspace vor allem auf der Popularität des MP3-Players von Apple und der dazugehörigen „Bestückungssoftware“. Oder übersehe ich etwas elementares? Wenn ja, kann mir jemand sagen was das ist?