Heute vor vier Jahren eskalierte am „Schwarzen Donnerstag“ das dümmste Großprojekt aller Zeiten – das von fachkundigen Experten auch als „der größte technisch-wissenschaftliche Betrugsfall der deutschen Industriegeschichte“ bezeichnet wird. Die Polizei räumte Teile des Stuttgarter Schlossgartens, um der Bahn die zu jenem Zeitpunkt fragwürdige Fällung von etwa 35 Bäumen für den Bau von Stuttgart 21 zu ermöglichen. Bei der großangelegten Polizeiaktion mit Beamten aus mehreren Bundesländern und der Bundespolizei wurden zahlreiche Demonstranten, viele von ihnen Schüler, durch Schlagstöcke, Tränengas und Wasserwerfer teilweise schwer verletzt.
Die ausufernde, völlig überzogene „Staatsgewalt“, die wir am 30. September 2010 erleben mussten, wird für mich immer ein Sinnbild für das unsinnige Wahnprojekt „Stuttgart 21“ und seine Befürworter bleiben, einhergehend mit einem massiven Vertrauensverlust in „die Politik“ und letztendlich auch in eine Demokratie, die so etwas geschehen lässt.
Hier noch zwei Links zu Reden von der 240. Montagsdemo gegen Stuttgart 21, ebenfalls zum Thema „Schwarzen Donnerstag“:
- Rede von Alexander Schlager, der am 30. September schwer verletzt wurde und nun als Nebenkläger im sogenannten Wasserwerferprozess auftritt
- Rede von Rechtsanwalt Jörg Lang, der sich unter andere mit dem Zustand der Justiz im Verhältnis zu Stuttgart 21 beschäftigt.
[Updated 2014-09-30 18:10]
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